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Und draußen sitzt Gaby

Junge Menschen machen manchmal komische Sachen. Hajo Wilken, 26, hat gestern eine 100stündige Dauermoderation im Leipziger Privatsender Radioropa oldie.fm überstanden.

SZ: Soll ich leise sprechen? Langsam?
Wilken: Nicht nötig, ich bin völlig aufgedreht, obwohl der Körper dringend Ruhe braucht. Ich gehe duschen, lege mich hin und schlafe einen Tag durch.

Wie wahnsinnig muß man für so einen Rekord sein?
Sehr wahnsinnig wahrscheinlich. Das Ganze ist ja inoffiziell, weil das Guinness-Buch Ausdauer-Rekorde nur noch bis zu 24 Stunden akzeptiert. Alles andere ist denen zu gefährlich.

Nicht mal Ruhm - warum haben Sie es dann überhaupt gemacht?
Man muß radioverrückt sein. Ich habe so etwas vor sechs Jahren schon beim Krankenhausfunk gemacht, das kam ins Guinness- Buch, und ich habe hinterher einen Job gefunden. Als ich bei Radioropa anfing, fragte mein Chef fünf Minuten nach Dienst- beginn, ob ich einen neuen Versuch starten will.

Wie bereitet man sich auf so einen Moderationsmarathon vor?
Gar nicht. Ich habe am Tag zuvor ganz normal meine Sendung gemacht, konnte dann vor Aufregung nicht einschlafen und mußte am Samstag um sechs Uhr morgens anfangen - 17 Schichten hintereinander.

Wie hält man das durch?
Darauf stellt man sich ein, man macht sich einen Zeitplan. Nach den Guinness-Regeln, an die ich mich trotzdem gehalten habe, hat man fünf Minuten Pause pro Stunde und sammelt die an. Ich habe nach drei Tagen erstmals geschlafen. Vier Stunden, sehr tief.

Hatten Sie nachts wenigstens jemanden im Studio, der den Kaffee kochte?
Es war immer jemand bei mir, der notfalls einen Arzt gerufen hätte - in den letzten Nacht brauchte ich auch jemanden, der die Technik bediente, weil meine Konzentration nachließ. Ich habe sogar mal die Nachrichten verpaßt. Mein Kreislauf war ganz unten.

Was erzählt man 100 Stunden lang?
Man bringt jede Meldung, nach 60, 70 Stunden ist einem das egal. Ehrlich gesagt, gab es viele Dinge, die ich weggelassen hätte. Warum sollte man nachts um halb zwei eine Vorschau auf die Koalitionsgespräche bringen? Aber dann steigen die Hörer mit Anrufen ein.

Es gab wohl einen Fan: Gaby.
Gaby aus Dresden.

Was war mit Gaby los?
Die hat sich zu allen Tages- und Nachtzeiten gemeldet und mir Tips gegeben, wann es besser ist, Kaffee zu trinken, wann Cola, und wann man die Füße in kaltes Wasser stellt.

Werden Sie sie kennenlernen.
Ich glaube nicht.

Hilft das an toten Punkten, wenn man weiß: Draußen sitzt Gaby?
Nicht nur Gaby. Wir hatten nachts um drei sogar Gewinnspiele. Und da hat nicht mal jeder Anrufer gewonnen.
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, 08.10.1998

 

 

 

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